09.03.2017

Besondere Partnerschaft besiegelt

4.0-Kompetenzzentren agieren Hand in Hand
Das „Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0“ in Trägerschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt und der Handwerkskammer Erfurt agiert nun Hand in Hand mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau“ für die Digitalisierung der regionalen Wirtschaft. Speziell kleine und mittlere Unternehmen im Freistaat erhalten gezielte Unterstützung bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, ihrer Produktion und Produkte.
„Digitalisierungsaspekte aus Praxis und Forschung können sich durch die enge Kooperation der beiden Zentren hervorragend ergänzen“, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt. Die Verknüpfung der Kompetenzen werde auch dadurch erreicht, dass Dr. Mauricio Matthesius, Leiter des Thüringer Kompetenzzentrums Wirtschaft 4.0 in Erfurt, jetzt die Geschäftsleitung des Mittelstand 4.0-Bundeskompetenzzentrums Ilmenau übernommen habe. „Für die Thüringer Unternehmer ist diese Synergie ein Gewinn: Es gibt weiterhin einen Ansprechpartner für die Beratung zu Digitalisierungsthemen und nun auch für die unterstützende Begleitung der Umsetzungsprozesse“, führt Grusser aus.
„Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau unterstützt Unternehmen bei der konkreten Realisierung und Umsetzung von Digitalisierungs- und Industrie 4.0-Vorhaben“, erläutert Matthesius. „Es ist damit eine umfängliche Ergänzung zum etablierten Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0, das als erste Anlaufstelle für Unternehmerinnen und Unternehmer aller Industriezweige und Branchen bei grundsätzlichen Fragen zur Digitalisierung fungiert.“ So erfolgten vom Landeskompetenzzentrum aus verschiedene Beratungs- und Sensibilisierungsleistungen zur Unterstützung auf dem Weg in die intelligent vernetzte Produktion und Dienstleistungserbringung. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau biete Unternehmen im Rahmen seiner Modellfabriken nun die Unterstützung für die konkrete Realisierung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. „Die Modellfabriken werden von den Partnern des Kompetenzzentrums, der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena, der Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung e.V. in Schmalkalden, der IMMS GmbH in Ilmenau, dem Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 in Sondershausen sowie der Technischen Universität (TU) Ilmenau betrie-ben“, sagt Matthesius.
Projektkoordinator an der TU Ilmenau, Professor Dr. Jean Pierre Bergmann, will Unternehmern die Berührungsängste vor Industrie 4.0 nehmen: „Es gibt praxisorientierte Technologien, die gerade kleinen und mittleren Unternehmen großen Nutzen bringen, nicht viel kosten und für jedermann verständlich sind.“ Alle Angebote des Kompetenzzentrums seien für Unternehmen kostenlos. Das Bundeskompetenzzentrum fokussiere sich auf die Schwerpunkte Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen, Prozessdatengenerierung und -transfer, 3D-Druck und individualisierte Produktion, Einführung von Industrie-4.0-Technologien sowie Produktionssteuerung und Leitsysteme. Es stelle damit eine Angebotsergänzung zu den Schwerpunktthemen Digitales Büro, Digitale Produktion, Digitale Sicherheit, Digitaler Vertrieb, Digitales Bauen und Digitales Handwerk des Thüringer Kompetenzzentrums Wirtschaft 4.0 dar.
Ein großes Netzwerk aus Technologiepartnern und Qualifizierungs-Know-how, Beratung, Sensibilisierung und Umsetzung stehe beiden Zentren zur Seite. So entstehe eine schlagkräftige Kombination aus technologischer Expertise und Erfahrung im Transfer. „Die Digitalisierung verbessert die Vernetzung der zahlreichen kleinen und mittelständischen Thüringer Unternehmen. Das wird die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe auf dem Markt nachhaltig steigern und ihnen neue Chancen für mehr Wachstum und Be-schäftigung eröffnen“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Grusser zusammen.
Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau wird am 17. März 2017 um 15 Uhr feierlich eröffnet. Weitere Informationen zu den Zentren finden sich unter www.thueringen40.de sowie www.mittelstand-digital.de.