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Februar 2011: Minister Ramsauer legte Anti-Stau-Programm ("Projektplan Straßenverkehrstelematik 2015") vor
Standortpolitik > Infrastruktur > AntiStauProgramm

Das Papier enthält insgesamt 138 Projekte zum Bau von Verkehrslenkungsanlagen, besonders auf hoch belasteten oder unfallträchtigen Autobahnabschnitten. Davon werden 30 Maßnahmen bereits umgesetzt. 32 Projekte befinden sich im Stadium des Vorentwurfes, weitere 76 Projekte in der Voruntersuchung. Dazu gehören Strecken-, Netz- und Knotenbeeinflussung, Stauwarnanlagen, Ampelanlagen an Autobahnauffahrten sowie Anzeigen, die Fahrstreifen zuteilen oder Seitenstreifen freigeben. Die Maßnahmen sollen bis 2015 durch die Länder umgesetzt werden. Hierfür stellt Ramsauer insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung.

"Mit dem Anti-Stau-Programm treiben wir den Einsatz von Verkehrstelematik weiter voran. Der Verkehr wird intelligent gelenkt, läuft flüssiger und die Leistungsfähigkeit der Autobahnen steigt deutlich. Das Ergebnis: Weniger Staus, weniger Unfälle, weniger CO2-Ausstoss. Damit leisten wir einen großen Beitrag für die Verkehrssicherheit und den Umweltschutz“, so der Minister.

Der "Projektplan Straßenverkehrstelematik 2015" sieht folgende Maßnahmen vor:

- Streckenbeeinflussung für rund 1000 weitere Fahrbahn-Kilometer. Elektronische
  Anzeigetafeln zeigen verkehrsabhängige Geschwindigkeitsbeschränkungen und
  Gefahrenwarnungen an. Dadurch wird die Staugefahr reduziert, die Zahl der
  Unfälle sinkt um 30 bis 50 %. Die Kapazität der Strecken wird um bis zu 10 %
  gesteigert.
- Temporäre Seitenstreifenfreigabe für rund 350 Kilometer Seitenstreifen. Durch
  diese kostengünstige Maßnahme werden die vorhandenen Kapazitäten optimal
  ausgenutzt. In den Spitzenverkehrszeiten erhöht sich die Leistungsfähigkeit der
  Strecke um 25 bis 30 %.
- Netzbeeinflussung an rund 90 Standorten vor Autobahnkreuzen bzw. -dreiecken.
  Sie leiten Verkehrsströme auf alternative Routen um. Dadurch wird die Hauptroute
  entlastet.
- Zuflussregelung an rund 30 Anschlussstellen. Hierbei wird durch Ampelanlagen die
  Auffahrt der Fahrzeuge auf die Autobahn gesteuert. Die Dauer von
  Verkehrsstörungen sinkt um die Hälfte, das Unfallrisiko um bis zu 40 %.
- Auf- und Ausbau der für den Betrieb der Anlagen erforderlichen Verkehrsrech-
  nerzentralen.

Straßenverkehrstelematik wird bereits an hoch belasteten Autobahnabschnitten erfolgreich eingesetzt. Aktuell in Betrieb befindliche Anlagen umfassen:

- Streckenbeeinflussung: Rund 2.450 Kilometer Richtungsfahrbahn,
- Netzbeeinflussung: Rund 200 Standorte vor Autobahnkreuzen, -dreiecken und
  -anschlussstellen, 
- Temporäre Seitenstreifenfreigabe: Rund 210 Kilometer Richtungsfahrbahn,
- Zuflussregelung an Autobahnauffahrten: Rund 100 Anlagen.

 

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